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Weniger Energieverbrauch, tiefere Heizkosten

Hohe Öl- und Gaspreise belasten im Winter das Haushaltsbudget. Mit einfachen Massnahmen lassen sich Heizkosten senken, ohne auf Komfort zu verzichten. Langfristig lohnt es sich, ein erneuerbares Heizsystem zu prüfen.

Weniger Energieverbrauch, tiefere Heizkosten

Während der ersten kühleren Herbstwochen liefert die Sonne noch viel Wärme und hilft, Heizkosten zu reduzieren. Bild: Kl-generiert / eteam Thurgau

Bevor die kalten Tage kommen, lohnt sich ein kurzer Check der Heizungsanlage. Je nach System sollten Heizkörper entlüftet, der Wasserdruck kontrolliert oder Brenner und Umwälzpumpen überprüft werden. Treten beim Start der Heizsaison Probleme auf, empfiehlt sich der Beizug einer Fachperson.

Sonnenwärme nutzen, Heizung richtig einstellen

Während der ersten kühleren Herbstwochen genügt es oft, die Heizung nur gezielt einzusetzen. Die Sonne liefert noch viel kostenlose Wärme. Geöffnete Storen und Vorhänge lassen die Sonnenstrahlen in die Räume und helfen, den Heizbedarf zu reduzieren. Gleichzeitig sinkt der Stromverbrauch für die Beleuchtung.

Mit Thermostatventilen lässt sich die Raumtemperatur zudem bedarfsgerecht regulieren. Die Heizung springt nur dann an, wenn die eingestellte Temperatur unterschritten wird. Oft genügt es zu Beginn der Heizsaison, vor allem Wohn- und Aufenthaltsräume zu beheizen, während Schlafzimmer noch ungeheizt bleiben können.

Als Richtwerte gelten folgende Temperaturen:
- 23°C im Badezimmer (Position 4 am Thermostatventil)
- 20°C in Wohn- und Aufenthaltsräumen (Position 3)
- 17°C in Schlafräumen und Fluren (Position 2)
- 12 bis 15°C in selten genutzten Räumen (Frostschutz- bzw. Sternsymbol)

Nicht nur die gewünschte Raumtemperatur, sondern auch die Betriebszeiten beeinflussen den Energieverbrauch. Moderne Heizungen lassen sich an die individuellen Lebensgewohnheiten anpassen. Nachts kann die Temperatur abgesenkt werden. Gleiches gilt bei längerer Abwesenheit oder während des Arbeitstags, wenn niemand zu Hause ist.

Auch das Lüftungsverhalten spielt eine wichtige Rolle. Empfehlenswert ist mehrmals täglich kräftiges Stosslüften während fünf bis zehn Minuten. Dabei wird die feuchte und verbrauchte Luft rasch durch frische Luft ersetzt.

Dauerhaft gekippte Fenster sind jedoch nicht wirksam. Sie führen zu hohen Wärmeverlusten, ohne die Raumluft ausreichend zu erneuern. Die Räume kühlen aus und die Heizung muss mehr Energie aufwenden, um die gewünschte Temperatur wieder zu erreichen. In Minergie-Gebäuden hingegen sorgt die Komfortlüftung automatisch für einen kontinuierlichen Luftaustausch.

Heizungsersatz planen und Angebote nutzen

Wer sich langfristig von Öl- und Gaspreisen unabhängiger machen möchte, sollte einen Heizungsersatz prüfen. Für Heizungen, die älter als zehn Jahre sind, steht die schweizweit kostenlose Impulsberatung "erneuerbar heizen" zur Verfügung. Die unabhängigen Fachleute von "eteam - ihre energieberatung" sind als Impulsberater "erneuerbar heizen" ausgebildet. Sie analysieren das Gebäude vor Ort und erörtern mit Hausbesitzerinnen und -besitzern das passende erneuerbare Heizsystem.

Zur Auswahl stehen unter anderem Wärmepumpen, Holzheizungen und, sofern in der Gemeinde verfügbar, Anschlüsse an Wärmenetze. Neben den ökologischen Vorteilen sprechen auch finanzielle Gründe für moderne Heizsysteme. Werden Investitions- und Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer betrachtet, erweisen sich erneuerbare Heizungen häufig als wirtschaftlichere Lösung. Zudem reduzieren sie den Kohlendioxid-Ausstoss. Steuerliche Abzüge und Förderbeiträge bieten zusätzliche finanzielle Anreize.

Der Kanton unterstützt beispielsweise den Ersatz einer fossilen Heizung oder einer ortsfesten Elektroheizung durch eine energieeffiziente Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit einem Förderbeitrag von 9000 Franken. Welche Fördermöglichkeiten für das eigene Gebäude infrage kommen und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, lässt sich im Rahmen einer persönlichen Energieberatung klären.

Ein solches Angebot steht allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons Thurgau zur Verfügung. Die öffentliche, neutrale Energieberatung ist ein Gemeinschaftsangebot des Kantons und der Gemeinden. Verantwortlich dafür ist das "eteam - ihre energieberatung". Die Fachleute bieten in allen 80 Gemeinden eine breite Palette an Beratungsangeboten an, informieren über die Förderbeiträge von Kanton und Bund und gehen auf die Wirtschaftlichkeit von verschiedenen Effizienzmassnahmen ein.

Hinweis
Ein Termin für eine Erstberatung lässt sich beim "eteam - ihre energieberatung" über die Webseite vereinbaren: https://www.eteam-tg.ch/termin-anfordern